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"Was muss sich in Northeim ändern?"

Wir klingeln an hunderten Haustüren

In den vergangenen Wochen haben wir in Northeim Menschen an ihren Haustüren
befragt. Ziel der Aktion ist es, Politik anders zu machen und direkt an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. „Immer mehr Menschen fühlen sich einsam und isoliert" erklärt Miriam, die zusammen mit Jens die Aktionen vorbereitet hat. “Mit den Haustürgesprächen brechen wir das Eis: Wir gehen direkt auf die Menschen zu.”

„Zuerst hat es Überwindung gekostet, Menschen an der Haustür einfach anzusprechen, aber dann war es sehr interessant, den Menschen zuzuhören“ ergänzt Malte.

Oft bemängelt wurden fehlende Angebote für Kinder und Jugendliche. Auch der Mieten-Notstand ist in Northeim angekommen: Ein junger Familienvater beklagte z.B., dass es schier unmöglich ist, eine größere Wohnung zu finden. In Häusern großer Immobilienkonzerne zeigten sich teilweise katastrophale Zustände: Defekte Klingeln und Haustüren, Schimmel in den Wohnungen oder kaputte Fahrstühle. Es wurde berichtet über massive Probleme mit der Hausverwaltung, fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen und unberechtigte Nachforderungen teilweise im fünfstelligen Bereich.

"Haustürgespräche zeigen uns, wo Menschen im Alltag mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen haben. Daraus entsteht für uns konkrete politische Arbeit – etwa mit unserem Heizkostencheck" sagt Lara aus dem Ortsverband Einbeck/Bad Gandersheim. "Wir werden immer wieder das Gespräch suchen - am 28.03. sehen wir uns vielleicht in Einbeck."